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IV 7 v. Di 13.02.2007
Hinter Schutzklappen ist
modernste Technik griffbereit
Ein Gerätewagen des Katastrophenschutzes
ist in Recke stationiert
Modernste Sanitätstechnik:
Rotkreuzleiter Gregor Dumpf präsentiert den Gerätewagen-Sanitätsdienst,
mit dem sich bis zu 25 Leicht- bis Schwerverletzte versorgen lassen.
Foto: Jan-Herm Janßen
-jhj- Recke. Das Deutsche
Rote Kreuz (DRK) ist nun für die medizinische Erstversorgung im Notfall
noch besser gerüstet. Stolz präsentiert Gregor Dumpf den neuen
Gerätewagen Sanitätsdienst, kurz GW 25 San. Die Bezeichnung gibt
an, dass sich mit der Materialausstattung 25 Leicht- bus Schwerverletzte
versorgen lassen, erläuterte der Rotkreuzleiter des Ortsvereins Recke.
Es ist ein besonderes Fahrzeug:
Das Land Nordrhein-Westfalen hatte im Zuge der Vorbereitungen auf die Fußball-Weltmeisterschaft
im vergangenen Jahr für jeden Kreis und jede kreisfreie Stadt jeweils
zwei solcher Fahrzeuge samt Abrollbehälter MANV - das steht für
"Massenanfall von Verletzten" - angeschafft. "Das Fahrzeug war erst im
DRK Kreisverband Steinfurt stationiert und wurde jetzt aufgrund der Neuorganisation
der Gefahrenabwehr des Kreises Steinfurt nach Recke verschoben", erläuterte
Dumpf. Die Standortfrage habe sich in der vergangenen Woche endgültig
geklärt. Das zweite derartige Fahrzeug bleibt demnach im Raum Steinfurt.
Der Mercedes Sprinter 416
CDI mit Allradantrieb ist geländegängig, die Mannschaftskabine
bietet sechs Einsatzkräften Platz. Den Wert des Fahrzeugs samt Ausrüstung
beziffert Dumpf auf rund 100.000 Euro. Der Rotkreuzleiter schwingt die
Wetterschutzklappen des Abrollbehälters nach oben. Im Inneren präsentiert
sich dicht gedrängt modernste Sanitätstechnik: Da gibt es Einsatzrucksäcke,
zur Versorgung von Leicht- bis Mittelschwerverletzten, verschiedene Tragen,
Reservesauerstoffflaschen sowie Erste Hilfe Sets zur Wundversorgung. Auch
ein Hygienemodul mit Wasserversorgung und ein Automatischer Externer Defibrillator
(AED) sind an Bord.
Zur technischen Ausstattung
gehören ein aufblasbares Zelt samt Ersatzstromerzeuger, mit Beleuchtungsgeräten,
Stativen, Tisch und Stühlen. Das Zelt lasse sich etwa an einer Verletztensammelstelle
in kürzester Zeit aufbauen, erläuterte Dumpf. Zusätzlicher
Clou: Das Fahrzeug kann sich dank der ausgeklügelten Technik mit Energie,
Licht und Wärme auch selbständig versorgen.
Die Mitarbeiter des DRK
Ortsvereins müssen sich nun mit dem GW San, seiner Technik und der
umfangreichen Ausstattung vertraut machen. Denn lang wird es nicht mehr
nur in der Garage stehen: "Der erste größere Einsatz ist bei
den bevorstehenden Karnevalsumzügen in Obersteinbeck und Recke", verrät
Dumpf. "Aber wir hoffen natürlich, es nur vorsorglich mitnehmen zu
müssen." Im April ist die offizielle Übergabe des Fahrzeugs geplant.
Wie sich das Fahrzeug künftig
in das Gefahrenabwehrkonzept des Kreises Steinfurt einbinden lässt,
werde in den nächsten Wochen in Gesprächen mit dem Kreis beraten,
sagt Dumpf. Klar sei allerdings schon, dass das Fahrzeug dem gesamten DRK-Kreisverband
Tecklenburger Land zur Verfügung stehen wird.
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